Aus „gut“ wird „besser“: Qualität sichern und steigern mit „Six Sigma“

Qualitativ hochstehende Produkte, effiziente Fertigungsmethoden, sowie gut aufeinander abgestimmte Geschäftsprozesse sind wesentliche Voraussetzungen und Garanten für SGB-SMITs Erfolg am Markt.

Um Kunden noch besser und zuverlässiger bedienen zu können und da die Konkurrenz auch nicht untätig bleibt, ist es notwendig kontinuierlich Verbesserungen in all unsere Prozesse einzubringen.

In den 1980er Jahren hat die Firma Motorola in den USA ein systematisches Vorgehen zur Prozess- und Qualitätsverbesserung entwickelt. Da Motorola im Bereich Elektronik und Halbleiter tätig war, wo hohe Stückzahlen gefertigt werden, wurde stark auf der Anwendung von statistischen und analytischen Methoden aufgebaut. Aus der Statistik stammt auch die Bezeichnung dieser Methodik „Six Sigma“, wobei Sigma die Standardabweichung einer Wahrscheinlichkeitsverteilung bedeutet. Jeder Prozess soll mit einer solchen Zuverlässigkeit geschehen, dass auch bei leichter Verschiebung des Mittelwertes (z.B. infolge von Temperaturänderungen oder wegen ungenau eingestellten Maschinen) die Wahrscheinlichkeit, dass die spezifizierten Toleranzwerte nicht eingehalten werden genügend klein bleibt.  So wurde definiert, dass die Standardabweichung der Wahrscheinlichkeitsverteilung des Prozesses 6 Mal kleiner sein muss als der Toleranzwert, wodurch sich etwa 3 Fehler auf 1´000´000 Prozesse ergeben.

Six Sigma

Bei Six Sigma geht es um Reduktion der Streuung und um Zentrierung, ähnlich wie bei einem Schützen, der eine ruhige Hand haben muss und dessen Visier richtig eingestellt sein muss, um beständig ins Schwarze zu treffen. „DMAIC“ ist das Schlüsselwort in Six Sigma und steht für Define-Measure-Analyze-Improve-Control. Die Six Sigma Methodik wurde von anderen großen Firmen wie z.B. General Electric übernommen, weiter entwickelt und mit Methoden aus dem Bereich „Lean Manufacturing“ ergänzt.

Anfang 2016

Übergabe der Green-Belt Schulungs-Zertifikate an die Produktionsverantwortlichen bei SMIT in Nijmegen.

... haben die Business Units SMIT in Nijmegen und Gießharztrafos in Regensburg damit begonnen, Schulungen zu Six Sigma für Mitarbeiter anzubieten. In der Zwischenzeit belegten verschiedene Mitarbeiter Kurse, haben Projekte durchgeführt und das entsprechende Kurs-Zertifikat erhalten.

 

Man könnte denken dass die Forderung von nur 3 Fehlern auf 1 Million Prozesse nicht sinnvoll ist, da die SGB-SMIT Gruppe pro Jahr nur etwa 20´000 Trafos herstellt. Wie unschwer zu erraten ist, wird für die Herstellung eines Transformators aber nicht nur ein Prozess sondern eine Vielzahl von Prozessen und Komponenten benötigt. Nehmen wir an, es gäbe 20 solcher kritischer Prozesse, jeder mit einer „Six Sigma Qualität“, so ergibt sich bereits eine Wahrscheinlichkeit, dass der Trafo den Test im Prüffeld nicht bestehen wird, von 0,7:10´000. Leider sind wir bei unserer alltäglichen Produktion noch nicht ganz bei einer solchen Fehlerrate angelangt. Würde man mit einer 4-Sigma Genauigkeit arbeiten, hätte man bei 20 Prozessen bereits 12% Fehlerfälle.

In der Zwischenzeit hat die SGB-SMIT Gruppe beschlossen, die Six Sigma Methodik gruppenweit zur Anwendung zu bringen. So haben auch Netztrafo in Regensburg und SBG in Neumark begonnen, Mitarbeiter zu schulen. Six Sigma kennt verschiedene Ausbildungsgrade. In Anlehnung an die im Judo Kampfsport verwendeten Gürtelfarben zur Kennzeichnung des Ausbildungsstandes eines Schülers werden auch in Six Sigma verschiedene Stufen verwendet und als  Yellow Belt, Green Belt, Black Belt, etc. benannt.

In einem bei SMIT durchgeführten Green-Belt Projekt ging es um den Luftsack, der im Ausdehnungsgefäß als Separator zwischen Öl und Außenluft dient. In der Vergangenheit wurden ab und zu Undichtigkeiten festgestellt, die im Betrieb zur Abschaltung des Trafos führen können. Die Ursachen dafür waren unklar. Im Projekt wurde eine Vielzahl möglicher Ursachen definiert und analysiert und die kritischen Punkte festgelegt. Die Monteure werden nun entsprechend geschult, so dass in Zukunft solche Vorfälle nicht mehr vorkommen dürften.

Statistische Erfassung von Zeitaufwand und Dauer bei der Angebotserstellung.

Bei Gießharztrafo in Regensburg wurde ein Green-Belt Projekt in einem ganz anderen Bereich durchgeführt, nämlich im Vertrieb. Auch hier wurde nach dem DMAIC Prinzip vorgegangen, und Six Sigma Werkzeuge wurden angewandt. Dank den Erkenntnissen wird nun ein Vorgehen bei der Angebotserstellung verwendet, das es erlaubt schneller und gezielter auf Kundenanfragen zu reagieren.

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